Vorsorge
Finanzielle Vorsorge
Ergänzende Altersvorsorge
Ergänzende Altersvorsorge
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Ergänzende Altersvorsorge gewinnt an Bedeutung
Daher ist ergänzende Altersvorsorge wichtig und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Neben der gesetzlichen Rente bzw. Pension sowie der Basis-Rente (auch "Rürup-Rente"), der so genannten "ersten Schicht", sollte die Altersvorsorge deshalb auf zwei weiteren Schichten ruhen: der betrieblichen und der privaten Vorsorge sowie der "Riester-Rente (zweite Schicht). Als dritte Schicht dienen Kapitalanlageprodukte wie die klassische Lebensversicherung, die Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht, Fonds / Aktien und Immobilienbesitz.
Die drei Schichten oder Ebenen unterscheiden sich im wesentlichen durch ihre unterschiedliche steuerliche Behandlung.
Betriebliche Vorsorge
Zur betrieblichen Vorsorge gehören fünf gesetzlich genau vorgeschriebene Anlageformen oder auch "Durchführungswege". Sie wird ganz oder teilweise vom Arbeitgeber finanziert und oft vom Staat gefördert, beispielsweise durch Steuervergünstigungen. In vielen Fällen muss der Mitarbeiter eigene Beiträge leisten. Je nach Position ist es auch üblich, Teile des Gehalts nicht sofort auszuzahlen, sondern stattdessen in die betriebliche Altersversorgung einzuzahlen.
Private Vorsorge
Zur privaten Vorsorge gehörten alle anderen Geldanlagen, wobei in Deutschland die Kapitallebensversicherung und das Eigenheim das größte Gewicht haben. Nach dem Alterseinkünftegesetz 2004 sind die Erträge der Kapitallebensversicherung und der Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht grundsätzlich voll zu versteuern und macht diese Anlageform für die Altersversorgung kaum noch interessant. Hier kommen die bereits genannten "drei-Schichten" der Altersversorgung zum Tragen und werden im weiteren entsprechend behandelt.
"Private" Vorsorge ist allerdings oft nicht völlig privat: So werden etwa die weit verbreiteten vermögenswirksamen Leistungen (VL) in vielen Branchen zum Teil vom Arbeitgeber finanziert und bis zu bestimmten Einkommensgrenzen vom Staat durch Zulagen gefördert.
Da die gesetzliche Rente lange Zeit den Lebensstandard sichern sollte, steuert sie heute im Schnitt 80 Prozent zum Einkommen eines Rentners bei, bei vielen Rentnern sicherlich an die 100 Prozent. Durchschnittlich 15 Prozent kommen aus privater Vorsorge und nur 5 Prozent aus der betrieblichen.
In den kommenden Jahrzehnten wird das Gewicht der gesetzlichen Rente stark fallen, wohl auf 50 bis maximal 60 Prozent - um den Rest werden wir uns mit Ihnen gemeinsam verstärkt kümmern müssen.


